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Umweltmanagement im Jüdischen Krankenhaus Berlin

Der Betrieb eines Krankenhauses und einer stationären Pflegeeinrichtung hat das Ziel, die Gesundheit der Menschen zu verbessern oder zu stabilisieren. Gesundheit und Umwelt gehören für uns zusammen. Der Umweltschutz ist ein naheliegender Tätigkeitsbereich für eine Gesundheitseinrichtung, da es bei der ganzheitlichen Versorgung der Patienten und Bewohner zwangsläufig zu Einflüssen und Auswirkungen auf die Umwelt kommt. Ebenso wirken Umwelteinflüsse auf die Gesundheit der Menschen ein. Aus diesem Grund haben wir den betrieblichen Umweltschutz zum Bestandteil unserer Unternehmenspolitik gemacht und in unserem Leitbild fest verankert. Dort heißt es:

„Unsere Mitarbeiter engagieren sich für einen vorbildlichen Qualitätsstandard unter Beachtung wirtschaftlicher Aspekte. Wir gehen sparsam und schonend mit den Ressourcen um, die wir für die Erbringung unserer Leistungen benötigen. Eine wirtschaftliche Betriebsführung und Investitionen in den medizinisch-pflegerischen Fortschritt sichern eine hohe Arbeitsqualität. Regelmäßige Kosten-Nutzen-Analysen eröffnen Verbesserungspotenziale und sichern die Konkurrenzfähigkeit unserer Stiftung im stetig wachsenden Wettbewerb.“

Krankenhäuser zählen zu den größten Abfallproduzenten. In Deutschlandes Kliniken entstehen deutlich mehr als 1 Mio. Tonnen Abfall. Ein Krankenhaus unserer Größe benötigt große Mengen an Energie, Material, Desinfektionsmitteln, Laborchemikalien und vielem anderen mehr. Dadurch fallen natürlich auch Abfälle und Abwasser an, die es zu entsorgen gilt. So verbrauchten wir im Jüdischen Krankenhaus Berlin im Jahr 2016 ca. 3,5 Mio. KWh Strom, 5,9 Mio. KWh Fernwärme und ca. 31.000 m3 Wasser. Es entstanden etwa 200 Tonnen Hausabfall, der fachgerecht entsorgt wurde.

Der Verbrauch von Energie, das Einleiten von Abwässern und die Entstehung von Abfällen sind einige direkte Umweltauswirkungen, die wir soweit wie möglich vermeiden oder zumindest reduzieren wollen. Wir sind ständig darum bemüht, die Umweltbilanz unseres Krankenhauses zu verbessern. Wir unternehmen Anstrengungen, um den Wasser- und Stromverbrauch zu senken und entstehende Abfälle zu trennen und sachgerecht zu entsorgen.

Das Jüdische Krankenhaus Berlin hat Umweltleitlinien erstellt, die in den jeweiligen Bereichen der Stiftung die Handlungsgrundlage bilden. Im Rahmen unseres integrierten Managementsystems, bestehend aus dem Qualitätsmanagement, dem Bereich Arbeitssicherheit und dem Umweltschutz, finden die Belange des Umweltschutzes kontinuierlich und strukturiert vor Ort Berücksichtigung.

Der Vorstand unseres Krankenhauses hat einen Umweltmanagementbeauftragten für das Unternehmen und für jeden Bereich bzw. jede Station Umweltschutzbeauftragte bestellt. Der Umweltmanagementbeauftragte und die Umweltschutzbeauftragten treffen sich regelmäßig, um umweltrelevante Themen zu erörtern, konkrete Maßnahmen festzulegen und um als Multiplikator für die umweltbezogenen Informationen im Unternehmen zu agieren. Es werden Jahres-Maßnahmenpläne erstellt und zu Beginn des folgenden Jahres wird dem Vorstand über den erreichten Umsetzungsstand berichtet und zugleich ein aktueller neuer Jahres-Maßnahmenplan für das laufende Jahr verabschiedet.

Im Rahmen dieser Tätigkeiten konnte z. B. der Stromverbrauch im Jüdischen Krankenhaus Berlin durch ein Bündel von Einzelmaßnahmen in den letzten Jahren gezielt verringert werden. Die Reduzierung des Wärmeverbrauches wird ebenso konsequent weiterverfolgt.

Durch modernisierende Baumaßnahmen in den letzten Jahren wurden in wichtigen Bereichen des Hauses zum Beispiel neueste Klima- und Lüftungstechniken eingebaut. Dach- und Fenstersanierungen wurden durchgeführt sowie neue Regelungstechniken installiert. Weitere Baumaßnahmen werden folgen mit dem Ziel, die tägliche Arbeit in allen Bereichen der Stiftung Jüdisches Krankenhaus Berlin umweltgerecht und ressourcenschonend zu gestalten.

Wir haben uns vor einigen Jahren das Ziel gesetzt, einen Beitrag zu einer gesunden Umwelt zu leisten. Unsere Bemühungen darum zielen auch auf unsere Vertragspartner, damit auch sie möglichst die gleichen strengen Umweltnormen anwenden wie wir selbst.