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Presseinformation

20.10.2017
Stiftung Jüdisches Krankenhaus Berlin unterzeichnet als erster deutscher Krankenhausträger den UN-Verhaltenskodex gegen LGBTI-Diskriminierung

Die Stiftung Jüdisches Krankenhaus Berlin verpflichtet sich, den neuen UN-Verhaltenskodex gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LGBTI) anzuwenden. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Vorstand in seiner heutigen Sitzung.
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra’ad Al Hussein, hatte den Kodex am 26. September dieses Jahres in Kraft gesetzt. Der Kodex umfasst fünf Verhaltensregeln für Unternehmen, wie sie mit LGBTI am Arbeitsplatz sowie in Wirtschaft und Gesellschaft umgehen sollen. Durch die Annahme dieser Regeln verpflichtet sich die Stiftung Jüdisches Krankenhaus Berlin,

1. die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen im eigenen Unternehmen und in geschäftlichen Beziehungen zu achten;
2. keine Diskriminierung von LGBTI-Mitarbeitern am Arbeitsplatz zu erlauben bzw. jedwede Diskriminierung zu verhindern;
3. ihre LGBTI-Mitarbeiter zu unterstützen und ein positives Umfeld für sie zu schaffen;
4. zu verhindern, dass Menschenrechte durch die Diskriminierung von Mitarbeitern von Kooperations- und Geschäftspartnern oder von Patienten missachtet werden;
5. sich in der Öffentlichkeit, z.B. durch öffentliches Engagement, gegen die Diskriminierung und für die Teilhabe von LGBTI einzusetzen.

Brit Ismer, Kaufmännische Direktorin des Jüdischen Krankenhauses Berlin: "Das Jüdische Krankenhaus hat im Nationalsozialismus schon einmal eine furchtbare Zeit der Diskriminierung von Mitarbeitern und Patienten erlebt. So etwas darf sich niemals wiederholen – egal um welche Form der Diskriminierung es geht. Daher unterstützen wir als Arbeitgeber die Arbeit der UN für die Gleichberechtigung und Gleichbehandlung jedes Menschen, unabhängig von seiner sexuellen Identität oder Orientierung, seiner Herkunft, seiner Kultur oder seinem Glauben, und setzen mit der Unterzeichnung des UN-Verhaltenskodex‘ für Unternehmen heute erneut ein Zeichen für Toleranz und Akzeptanz. Das Jüdische Krankenhaus Berlin ist ein Arbeitsplatz, an dem Vielfalt und gegenseitiger Respekt eine zentrale Rolle spielen."

Weitere Informationen zum UN-Verhaltenskodex gibt es unter www.unfe.org/standards/.

Ansprechpartner:
Gerhard Nerlich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 4994.2220 | Fax: 030 4994.2516
E-Mail:  gerhard.nerlich@jkb-online.de