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Ethik-Seminar 25.5.bis 27.5.2018

25.05.2018
End-of-Life: Jewish Perspectives Jüdisches Krankenhaus Berlin

Im Lichte der jüdischen Religion und Tradition haben wir uns in den ersten beiden Seminaren der Reihe „End-of-Life: Jewish Perspectives“ bereits intensiv mit verschiedenen Facetten des letzten Lebensabschnitts von Menschen beschäftigt. Die multiprofessionellen Seminare spannten einen weiten Bogen von der Begleitung Kranker und Sterbender, über die Auseinandersetzung mit denmzentralen Lebensthemen Sterbender, bis hin zur heiklen Frage nach der Zulässigkeit einer Hilfe zum Sterben, zum Beispiel durch das Unterlassen lebensverlängernder Maßnahmen oder durch ein Gebet für den rascheren Tod eines Menschen.
Im Mai 2018 wird sich als roter Faden das herausfordernde Thema „Umgang mit Verlust und Trauer“ durch das Seminar ziehen und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Es wird der jüdische Umgang mit Trauer nach
einem Todesfall behandelt werden und damit die Halacha und jüdische Tradition des Trauerns in ihrer Bedeutung für unsere moderne Zeit diskutiert werden. Aber auch andere Erscheinungen von Trauer, etwa die, die mit Bekanntwerden einer schwerwiegenden Diagnose auftritt oder das mit anderen Verlusten als Todesfällen verbundene Trauern wird thematisiert werden. Im Alltag lässt uns nämlich vieles trauern, was endet. Beispielsweise ein Job, eine Beziehung oder ein Lebensentwurf, den wir gern beibehalten
würden, dies aber endgültig nicht mehr können.
Auch wenn wir es gern bewahren würden, geht vieles trotzdem zu Ende und ist nicht wiederzubeleben. Unser Leben ist erschreckend voll von Kommen und Gehen und voller verpasster Gelegenheiten, die sich nie wieder bieten werden.
Wie ist Trauernden in all ihren unterschiedlichen Situationen angemessen und hilfreich zu begegnen?

Stephan M. Probst