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Bereitschaft für Notfälle
rund um die Uhr

Dr. med. Martin Müller

Das Jüdische Krankenhaus Berlin ist als Unfallkrankenhaus ausgewiesen und führt eine interdisziplinäre Rettungsstelle. Diese ist rund um die Uhr besetzt und unter der Rufnummer 030 4994-2217 zu erreichen.

Die Rettungsstelle ist Anlaufstelle für sämtliche medizinische Notfallpatienten mit akuten schweren Erkrankungen. Vom Zeckenbiss bis zum schweren Verkehrsunfall werden rund um die Uhr an 365 Tagen über 20.000 Patienten von unserem interdisziplinären Team aus Ärzten und Pflegekräften versorgt.

  • Allgemeine Chirurgie, Unfallchirurgie/Orthopädie und Gefäßchirurgie
  • Innere Medizin mit Kardiologie, Angiologie und Gastroenterologie
  • Neurologie mit Stroke Unit (Schlaganfallbehandlung)
  • Psychiatrie und Abhängigkeitserkrankungen

  • Radiologische Diagnostik mit Computertomographie und MRT 
  • Mobile Ultraschallgeräte (Herz, Bauchorgane, Gefäßdarstellungen)
  • Vitalparameter - Monitoring 
  • Bed-side-Laboranalysen

  •  Integrierter Operationssaal für Notfalloperationen
  • Ambulanter Bereich mit insgesamt 5 Untersuchungsräumen 
  • Ständige Verfügbarkeit an Diagnostik wie Farbduplexsonographie und Endoskopie des Verdauungstraktes 
  • Liegendbereich mit 2 Monitorbetten
  • Gipsraum 
  • Leistungsfähiges Spiral-CT-Gerät 
  • Wartebereich mit Getränkeautomat und Münztelefon
  • Anmeldung mit separaten Aufnahmebereich

Hinter jedem körperlichen Symptom kann sich eine Vielzahl unterschiedlichster Krankheitsbilder verbergen. So kann ein Oberbauchschmerz durch eine Magenschleimhautentzündung, eine Gallenblasenentzündung, aber auch durch einen akuten Herzinfarkt hervorgerufen werden. Banale febrile Infektionen - insbesondere bei älteren Patienten - führen zu Symptomen wie bei einem Schlaganfall. Um aus den vielen Puzzleteilen schnell das entsprechende Krankheitsbild diagnostizieren zu können, ist das Team der Rettungsstelle interdisziplinär aus erfahrenen Fachärzten und insgesamt 19 examinierten Pflegekräften zusammengesetzt, die Sie nach festgelegten Behandlungspfaden behandeln. Notfälle sind nicht kalkulierbar. Durchschnittlich werden ca. 50 - 60 Patienten am Tag mit unterschiedlichsten, oft lebensbedrohlichen Krankheitszuständen versorgt. Die durchschnittliche Verweildauer in unserer Rettungsstelle beträgt ca. 2 Stunden. Bitte beachten Sie, dass allein das Analysieren Ihrer Blutwerte im Labor ca. 60 Minuten beansprucht.

Um bei der Vielzahl der eintreffenden Patienten diejenigen zu erfassen, die aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung einer sofortige Behandlung zugeführt werden müssen, wird in der Rettungsstelle eine international etablierte, standardisierte Ersteinschätzung durchgeführt. Das Manchester Triage System wurde bereits vor mehreren Jahren in Großbritannien gesetzlich in Krankenhäusern vorgeschrieben und wird inzwischen welt-weit als Standard in Rettungsstellen etabliert. Jeder eintreffende Patient wird einer Behandlungsdringlichkeit zugeordnet. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Patienten auf Grundlage dieser Ersteinschätzung nicht nach ihrem zeitlichen Erscheinen in der Rettungsstelle behandeln, sondern ihrem Erkrankungsbild entsprechend nach der Behandlungspriorität.

Im Eingangsbereich befindet sich die Anmeldung, in der Sie bzw. der Rettungsdienst Ihre Krankenkassenkarte zur verwaltungstechnischen Aufnahme abgeben. Eine verfügbare Versicherungskarte leistet hilfreiche Dienste, da die erforderlichen Daten ohne Nachfrage exakt erfasst werden können und die Abrechnung im Weiteren direkt über Ihre Krankenkasse erfolgen kann. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass auch wir die gesetzliche Praxisgebühr in Höhe von 10.00 € erheben müssen. Vorhandene Arztbriefe, Ihre Medikamentenliste und Röntgenbilder können hilfreich sein und sollten dem Personal übergeben werden. 

Ihre Behandlung setzt bereits bei Eintreffen mit der Ersteinschätzung ein. Es erfolgt die Erfassung verschiedenster Werte, z. B. Blutdruck, Temperatur, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung im Blut. Die Eingangsuntersuchung, sowie ggf. weitere notwendige Untersuchungen wie Ultraschalldiagnostik, Laboruntersuchungen, EKG, Röntgen erfolgen sofort. Anschließend wird eine Diagnose gestellt. Für den Fall, dass eine weitere Behandlung im Krankenhaus nicht erforderlich ist, werden Sie mit einer Therapieempfehlung für Ihren Hausarzt nach Hause entlassen. Die Behandlung sollte dann ambulant entsprechend weitergeführt werden. Ist jedoch eine stationäre Behandlung erforderlich, werden Sie von uns auf eine Station der entsprechenden Fachklinik aufgenommen. Sollte bei Ihnen z. B. eine sofortige Herzkatheteruntersuchung oder eine Operation erforderlich sein, werden Sie nach entsprechender Vorbereitung direkt über die Rettungsstelle in die entsprechenden Bereiche verlegt.

Handelt es sich um einen Arbeitsunfall, wird der D-Arztbericht in der Rettungsstelle durch die Unfallchirurgie erstellt. Die Weiterbehandlung erfolgt dann entweder in Form der allgemeinen Heilbehandlung bei jedem niedergelassenen Arzt oder in Form der besonderen Heilbehandlung bei einem niedergelassenen D-Arzt oder in der D-Arzt-Sprechstunde der chirurgischen Klinik unseres Hauses. Falls eine stationäre Behandlung erforderlich sein sollte, erfolgt die Aufnahme auf einer der Stationen der Klinik für Chirurgie.

Leiter der Rettungsstelle
Dr. med. Martin Müller
Tel.: 030 4994-2703
Fax: 030 492 87 99
E-Mail: martin.mueller@jkb-online.de