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GHB oder GBL

Zu GHB existieren insgesamt weit weniger systematische Untersuchungen, als zu den schon länger in Gebrauch stehenden Drogen wie Opiate, Cannabis oder Kokain.

GHB ist eine Substanz, die auch physiologisch vorwiegend im zentralen Nervensystem, aber auch in Organen wie Leber oder Niere vorkommt. GHB kann ebenso wie seine Vorstufen GBL und 1,4 BD (1,4-Butandiol) künstlich hergestellt und oral konsumiert werden. Letztlich findet im Körper immer eine Umwandlung zu GHB statt, welches einzig die Effekte im Körper vermittelt.

Wie bei allen Drogen kann auch bei GHB eine Toleranzentwicklung und Abhängigkeit entstehen, die nach Absinken des Serumspiegels zu Entzugssymptomen führen kann, die denen des Benzodiazepin- oder Alkoholentzuges ähneln können. Die Entzugssymptome sind zwischen 1 und 12 Stunden nach dem letzten Konsum zu erwarten. Symptome sind typischerweise wie Unruhe und Angst, Zittern, Schlaflosigkeit, Schwitzen, Herzrasen, erhöhter Blutdruck, aber auch Entzugskrampfanfälle ebenso wie ein Entzugsdelir mit Desorientierung und Halluzinationen können auftreten. Das Delir und die Entzugskrampfanfälle sind die Syndrome, die im Entzug eine starke Bedrohung für den Patienten darstellen können und bedürfen daher besonderer Beachtung und Behandlung. Eine Entzugsbehandlung sollte daher nur in Krankenhäusern durchgeführt werden, die eine fundierte Erfahrung mit GHB haben. Das Jüdische Krankenhaus Berlin führt seit langem regelhaft diese Behandlungen durch.