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Magenspiegelung (Gastroskopie)

Zur Magenspiegelung wird ein biegsames, etwa 1,2 Meter langes und cirka ein Zentimeter dickes Endoskop verwendet, das an der Spitze mit einer Optik versehen ist. Dieses Endoskop wird bei der Untersuchung durch den Mund-Rachen-Raum in die Speiseröhre durch den Magen bis in den Zwölffingerdarm vorgeschoben. Der Zwölffingerdarm ist der tiefste Punkt, der im Rahmen einer regulären Magenspiegelung eingesehen werden kann. Durch Einblasen von Luft durch einen Kanal im Endoskop dehnen sich die Hohlorgane des oberen Verdauungstraktes auf und man kann die erforderliche Beurteilung der Schleimhäute vornehmen. Falls erforderlich können aus auffälligen Bereichen mit einer kleinen Zange, die durch einen weiteren Kanal im Endoskop geschoben wird, sofort Gewebeproben entnommen werden. Da die Schleimhäute schmerzunempfindlich sind, spüren Sie davon nichts. Die Magenspiegelung mit Gewebeentnahme ist schmerzfrei, kann aber durch das Einblasen von Luft als unangenehm empfunden werden. Auch führt die Passage des Endoskops durch den Rachen mitunter zu einem Würgereiz. Auf Wunsch erhalten Sie bei uns für den Zeitraum der Untersuchung eine milde Kurzzeitnarkose, so dass Sie die gesamte Untersuchung „verschlafen“. Sollte sich herausstellen, dass bei Ihnen im Rahmen der Magenspiegelung eine Behandlung erforderlich wird (z. B. Entfernung eines Polypen), werden wir Sie darüber gesondert aufklären.

Vorbereitung

Für eine gute Beurteilbarkeit des oberen Verdauungstraktes muss dieser frei von Speiseresten sein. Es ist daher wichtig sechs Stunden vor der Untersuchung keine Nahrung und keine Getränke mehr zu sich zu nehmen und das Rauchen einzustellen. Medikamente können und sollten prinzipiell mit wenig klarer Flüssigkeit wie üblich eingenommen werden, es sein denn, dass dies nach Rücksprache mit einem Arzt anders gehandhabt werden soll. Falls medizinisch vertretbar und vom Arzt nicht ausdrücklich anders angeordnet können insbesondere blutgerinnungshemmende Medikamente unverändert weiter eingenommen werden. Eine Ausnahme bilden hier Kombinationstherapien (beispielsweise Aspirin + Clopidogrel) oder die Einnahme des Präparats Phenprocoumon (Marcumar, Falithrom). Bei der Verwendung von letztgenannten blutgerinnungshemmenden Mitteln oder von Heparin muss zuvor mit dem Arzt Rücksprache gehalten werden.

Nach der Untersuchung

Missempfindungen im Rachen, Blähungen oder Brechreiz nach einer Magenspiegelung sind in aller Regel harmlos und verschwinden spontan. Nach Anwendung einer Beruhigungsspritze oder Kurznarkose werden Sie von unserem Fachpersonal solange überwacht, bis Sie wieder völlig wach und orientiert sind. Dies dauert in der Regel zwischen 30 und 120 Minuten in Abhängigkeit von der notwendigen Medikamentendosis. Danach haben Sie die Möglichkeit, mit dem Arzt über das Ergebnis der Untersuchung zu sprechen. Wurde eine Rachenbetäubung vorgenommen oder eine Beruhigungsspritze bzw. Kurznarkose verabreicht, dürfen Sie wenigstens eine Stunde nach der Narkose nichts essen. Bei einer Magenspiegelung ohne Medikamentengabe können Sie, falls vom untersuchenden Arzt nicht anders verordnet, sofort wieder essen. Hinsichtlich der Einnahme von Medikamenten, insbesondere blutgerinnungshemmender Präparate nach der Untersuchung halten Sie unbedingt Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

Bei ambulanten Untersuchungen ist zusätzlich folgendes zu beachten: Im Fall einer Beruhigungsspritze oder Kurznarkose dürfen Sie 24 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, keine wichtigen Entscheidungen treffen oder gefährliche Tätigkeiten ausführen. Es ist sinnvoll eine Begleitperson mitzubringen, die Sie nach Hause begleiten kann.