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Analerkrankungen

Analerkrankungen werden von vielen Menschen wegen der damit verbundenen Scham selbst beim Hausarzt häufig nicht angesprochen. Dies führt dazu, dass viele Beschwerden lange verschleppt werden. Da die Beschwerden häufig äußerst quälend und unangenehm sind und die meisten Analerkrankungen einfach und effektiv zu behandeln sind, ist diese Scham für den Patienten sehr hinderlich.

Die häufigsten Zeichen analer Erkrankungen sind:
•    Afterjucken
•    Brennen beim Stuhlgang
•    Blutabgang
•    Schmerzen beim Stuhlgang
•    Unwillkürlicher Stuhlabgang
•    Nässen des Afters

Wenn sich solche Zeichen bei Ihnen einstellen, sollten Sie Ihren behandelnden Arzt aufsuchen, damit dieser Sie einer gezielten Therapie zuführen kann.

Die wichtigsten Erkrankungen des Afters sind:

Unter Hämorrhoiden versteht man eine Aussackung eines bei jedem Mensche vorhandenen Gefäßgeflechts, welches unter der Schleimhaut des Eingangs zum After gelegen ist. Beim Gesunden dienen diese Hämorrhoiden zur Feinabdichtung des Verdauungstraktes. Im Krankheitsfall erweitern sich die Hämorrhoiden und können Beschwerden wie Jucken, Brennen, Blutabgang, Schmerzen beim Stuhlgang, unwillkürlichen Stuhlabgang und Nässen hervorrufen. Daneben können sich die Hämorrhoiden so stark erweitern, dass sie aus dem After hervorquellen und stören.

Hämorrhoidenoperationen nach Longo
Dieses Verfahren kann nur bei Hämorrhoiden, die sich noch in den Analkanal zurückverlagern lassen angewandt werden. Durch ein spezielles Rundnahtgerät (Stapler) erfolgt die Zurückverlagerung der Hämorrhoiden und anschließend eine Schleimhautabtragung oberhalb der sensiblen Analschleim-haut mit Fixierung der Hämorrhoiden im Analkanal.

Hämorrhoidenoperationen nach Milligan-Morgan und Parks
Diese klassischen Verfahren werden bei ausgeprägten Befunden angewandt und gehen mit der Entfernung der Hämorrhoide einher. Zunächst unterbindet der Operateur den Blutfluss in das Hämorrhoidalgeflecht, um dieses dann mit der darüberliegenden Schleimhaut entfernen zu können. Bei der Operation nach Parks wird nur das Hämorrhoidalgeflecht entfernt und anschließend eine Naht der Schleimhaut vorgenommen.

Die Analfissur ist ein Einriss in der sehr empfindlichen Haut des Afters. Verursacht wird er durch zu harten Stuhlgang und zu starkes Pressen verbunden mit einer Veranlagung für diese Erkrankung. Bei Versagen der konservativen Therapie (Salben; Förderung weichen Stuhlgangs) muss eine Operation mit Ausschneiden der Fissur erfolgen. In unserem Haus können sämtliche Untersuchungen zur Diagnostik häufiger Analkrankheiten durchgeführt werden. Beispiele sind die Endosonographie des Analkanals oder Rektums, die Analmanometrie (Druckmessung), die diagnostische und therapeutische Koloskopie und Rektoskopie sowie die radiologische Darstellung von z.B. von Fisteln.

Folgende Analeingriffe werden bei und durchgeführt:

  • Hämorrhoidektomie (nach Milligan-Morgan, Parks)
  • Hämorrhoidopexie nach Longo
  • Fissurektomie
  • Analsphinkterrekonstruktion
  • Analfistelchirurgie, Fadeneinlage bzw. -drainage
  • Abszeß-Chirurgie
  • Pilonidalsinus-Operationen