Zu den Inhalten springen
XingLinkedIn
[ ]
Schriftgröße+
english
russian

Vollnarkose

Schlaf, Bewusstseins- und Schmerzausschaltung sowie häufig Muskelerschlaffung kennzeichnen diese Anästhesiemethode. Um das zu erreichen werden Ihnen entsprechende Medikamente über einen Venenzugang gespritzt. Über die Dauer der Operation erhalten wir die Narkose aufrecht als

a) Balancierte Anästhesie mit einem modernen Narkosegas oder als
b) Intravenöse Anästhesie (TIVA)

Atmung oder Beatmung – in jedem Fall sicher

Sofern keine sogenannten Muskelrelaxantien eingesetzt werden, ist eine Spontanatmung möglich. Bei Operationen am Bauch oder bei längerer Dauer ist das nicht sinnvoll, die Muskeln werden erschlafft und der Patient wird beatmet. In jedem Fall wird die Sicherheit der Atmung durch technische Hilfsmittel gewährleistet. Das sind Atemmaske, Kehlkopfmaske, Beatmungsschlauch (Tubus). Die Wahl dieser Atemhilfsmittel richtet sich nach der Art der Operation und wird von Ihrem Narkosearzt festgelegt. Eine Beatmung kann manuell durch den Narkosearzt oder (häufiger) durch das Narkosebeatmungsgerät realisiert werden.

Homöostase – damit sie nicht aus dem Gleichgewicht fallen

Alles was in Ihrem Körper üblicherweise gut reguliert ist, kann während der Operation durcheinander geraten. Um das zu verhindern, ist Ihr Narkosearzt dabei. Das betrifft den Blutdruck, Kreislauf, Flüssigkeits- und Elektrolytverluste, die Sauerstoffversorgung. Die Körpertemperatur soll nicht erst abfallen, weshalb wir ein Wärmemanagement betreiben. 

Kommt es zu einem größeren Blutverlust kann eine Bluttransfusion notwendig werden. Für Patienten, die z. B. aus religiösen Gründen Fremdblut ablehnen, wird ein individuelles Vorgehen besprochen. Das Aufbereiten von operativ verlorenem Blut, in der medizinischen Fachsprache „cell saving“ genannt, ist im Jüdischen Krankenhaus möglich.

Chefarzt
Dr. med. Stefan Walther
Facharzt für Anästhesie

Sekretariat
Monika Lehmann
Tel.: 030 4994-2418
Fax: 030 4994-2512
E-Mail: Sekretariat-Gastro@jkb-online.de