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Willkommen im Kiez

Das Jüdische Krankenhaus Berlin und das dazu gehörige Wohnpflegezentrum liegen zentral im Ortsteil Wedding des Bezirks Mitte. Die U-Bahnhöfe Osloer Straße und Nauener Platz liegen nur wenige Gehminuten entfernt.

Viertel und Kieze

  • Afrikanisches Viertel 
  • Brüsseler Kiez/Belgisches Viertel
  • Englisches Viertel 
  • Osram-Kiez
  • Sprengelkiez/Sparrplatz-Quartier

Plätze

  • Leopoldplatz
  • Nettelbeckplatz
  • Pekinger Platz

Grünanlagen/Parks

  • Schillerpark
  • Volkspark Rehberge
  • Goethepark

Urkunden belegen, dass das Dorf "Weddinge" etwa um 1200 von dem Adligen Rudolphus de Weddinge gegründet wurde. 1251 handelte es sich um „eine Mühle im Gebiet des Dorfes, welches Weddinge hieß, am Flusse Namens Pankow erbaut“ und im Jahr 1289 um „das wirkliche Lehensgut und den mit dem Gehöfte Wedding verbundenen Titel eines Lehensgutes“. 

Eine Notiz aus dem Berliner Stadtbuch erwähnt einen Pilgerweg, der im frühen 15. Jahrhundert durch das Weddinger Gebiet nach Wilsnack führte. Das Dorf existierte zu dieser Zeit wohl schon nicht mehr. Erst im Jahre 1601 wurde ein neuer Gutshof gegründet. Später erwarb Kurfürst Joachim Friedrich das Gelände. 

Bedeutung erlangte das Gebiet Wedding erst mit dem Beginn des Industriezeitalters. Im 18. Jahrhundert wurde in der Nähe der Panke eine Quelle entdeckt, deren wohlschmeckendes silberhaltiges Wasser bei verschiedensten Leiden helfen sollte. Der Hofapotheker Friedrichs II., Heinrich Wilhelm Behm, eröffnete hier im Jahre 1760 eine Bade-, Heil- und Trinkanstalt. Sie erhielt den Namen "Friedrichs-Gesundbrunnen". Nach einem Besuch der Königin Luise im Jahre 1799 erhielt die Anlage den Namen "Luisenbad". Der Name setzte sich jedoch nicht durch. Bei Ausschachtungsarbeiten im Jahre 1882 wurde die Heilwasserader so schwer beschädigt, dass die Quelle schließlich versiegte. 

Am 1. Januar 1861 wurden die Gebiete Wedding und Gesundbrunnen nach Berlin eingemeindet. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Gebiet rd. 15.000 Einwohner.

Der neue Stadtteil im Norden entwickelte sich fortan zu einem der bedeutendsten Industriebezirke der Stadt. Viele Unternehmen der Elektroindustrie und traditionsreiche Berliner Firmennamen sind fest mit dem Wedding verbunden. Die wichtigsten unter den vielen Gründern waren Schering, Schwartzkopff und Rathenau.

Nach der Bildung von Groß-Berlin 1920 wurde der neue Bezirk schließlich Wedding genannt, der auch den Gesundbrunnen umfasste.

Nach 1945 bis zur deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 gehörte der Bezirk Wedding zum französischen Sektor Berlins.

Seit der Berliner Bezirksreform im Jahr 2001, die die ehemaligen Bezirke Tiergarten, Mitte und Wedding zum Hauptstadtbezirk Mitte vereint hat, gibt es den Bezirk Wedding nicht mehr. Er ist in die beiden Stadtteile Wedding und Gesundbrunnen des neuen Großbezirkes Mitte aufgegangen.

Der Wedding ist mit 78.765 Einwohnern (Stand: 30. Juni 2012) der an Bevölkerung drittreichste Ortsteil (von sechs) des Bezirks Mitte. Das Durchschnittsalter der Bewohner liegt bei 38 - 40 Jahren.

Der Anteil der ausländischen Bevölkerung im Wedding liegt bei 30 %. Einen Migrationshintergrund haben 48,3 % der Bewohner im Wedding. 2011 stammten die größten ethnischen Gruppen aus folgenden Herkunftsgebieten: Deutschland, Türkei, Schwarzafrika, arabische Staaten, Polen, ehemaliges Jugoslawien.

Der Wedding ist größtenteils durch Altbauten mit Hinterhäusern aus der Gründerzeit und mehrgeschossige Gebäude des sozialen Wohnungsbaus der 1970er und 1980er Jahre geprägt. Eine Ausnahme bildet das Afrikanische Viertel zwischen dem Volkspark Rehberge und dem Schillerpark. Hier sind die mit den typischen Grünflächen umgebenen Siedlungsbauten der 1920er und 1930er Jahre bestimmend. Erwähnenswert sind insbesondere die zum UNESCO-Welterbe gehörende Siedlung Schillerpark, sowie die Friedrich-Ebert-Siedlung.

Der Wedding bietet eine Vielzahl an kulturellen Sehenswürdigkeiten, wie z. B. die Uferhallen und das ehemalige Stadtbad, das heute unter dem Namen STATTBAD eine Kunsthalle beherbergt. Im Mittelpunkt der Arbeit des Mitte Museum – Heimatmuseum stehen die Erforschung und Darstellung der Geschichte des Bezirks. Als “lokales Gedächtnis” sammelt, bewahrt, erforscht und präsentiert das Museum Zeugnisse vergangenen Lebens. Mit den Berliner Unterwelten erleben Sie Berliner Stadtgeschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive! Der Berliner Unterwelten e.V. bietet seit 1999 regelmäßige Führungen durch unterirdische Bauwerke an.

Der Volkspark Rehberge wurde in den Jahren 1926–1929 erbaut und ist heute ein Gartendenkmal. Der Park bietet den Besuchern neben Spazier- und Radwegen sowie Liegewiesen auch Tiergehege, Spielplätze, eine Rodelbahn mit 20 Metern Höhenunterschied, Sportplätze, Gastronomie und eine Freilichtbühne. 

Der Schillerpark wurde in den Jahren 1909 bis 1913 angelegt und gilt aufgrund der damals neuartigen großzügigen und offenen Parkplanung (im Gegensatz zum älteren Volkspark Friedrichshain) als erster den sozialen Erfordernissen entsprechender Volkspark Berlins. Der Schillerpark steht als Gartendenkmal unter Schutz.

Und wenn das alles nicht genügt, ist man in wenigen Fahrminuten am Alexanderplatz, in der Friedrichstraße, am Hackeschen Markt oder auf der Museumsinsel.