Schlaganfall-Versorgung neu gedacht: Impulse aus dem Jüdischen Krankenhaus Berlin | Jüdisches Krankenhaus Berlin
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Schlaganfall-Versorgung neu gedacht: Impulse aus dem Jüdischen Krankenhaus Berlin

25.02.2026

Jährlich erleiden rund 13-15.000 Menschen in Berlin einen Schlaganfall. Das sind ca. 50 pro Tag. Das bedeutet: Jede halbe Stunde hat ein Mensch in Berlin einen Schlaganfall.

Das Jüdische Krankenhaus Berlin versorgt Patientinnen und Patienten überwiegend aus Gesundbrunnen, Wedding und Berlin-Mitte. Durch die überregional zertifizierte Stroke Unit aber auch aus weiteren Bezirken und dem Berliner Umland. 

Im Sommer 2025 konnten wir mit unseren Projektpartnern Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe und Novartis Pharma das erste Schlaganfall-Lotsen Projekt in der Hauptstadtregion starten. Aus unserer Sicht eine große Chance, patientenorientierte Versorgung im bestehenden Gesundheitssystem mit erheblichen Auswirkungen auf Compliance, Sektoren und Effizienz zu verankern.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Medizin, Politik und Gesundheitswesen diskutierten wir in unserer Dialogveranstaltung „Schlaganfall-Versorgung für Berlin – Prävention und Nachsorge mit Lotsen neu gedacht“, wie Prävention und Nachsorge in der Hauptstadt weiterentwickelt werden können.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von unserer Vorstandsvorsitzenden Brit Ismer gemeinsam mit Dr. Michael Brinkmeier, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Ein Video-Grußwort von Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege des Landes Berlin und Schirmherrin unseres Lotsenprojekts, unterstrich die Bedeutung des Themas für Berlin. 

Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen aus unserem BeLOTSE-Projekt, vorgestellt von unserer Schlaganfall-Lotsin Isra Khedher. Sie begleitet gemeinsam mit ihrer Kollegin Judy Hennessen Patientinnen und Patienten von der Akutbehandlung bis in die Nachsorge und stärkt so die sektorenübergreifende Versorgung. 

Herr Dr. Gerhard Jan Jungehülsing fasste es wie folgt zusammen: „Entscheidend sind gut vernetzte Strukturen, klare Zuständigkeiten und eine konsequente Orientierung an den Bedürfnissen der Betroffenen. Als Jüdisches Krankenhaus Berlin bringen wir uns aktiv in diesen Prozess ein und setzen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Schlaganfall-Versorgung in der Metropolregion.“

Foto: Caro Hoene

Foto: Caro Hoene